Es war einmal ein Igel, der hatte Streit mit seiner Frau. Und dieser Streit schien einfach nicht mehr zu lösen. Die Frau war unzufrieden mit ihrem Leben und so irgendwann auch mit der Beziehung. Und was der Igel auch versuchte, er konnte nichts gegen die Unzufriedenheit tun. So schwelte der Streit über eine lange Zeit weiter, ohne dass einmal beide gleichzeitig dazu bereit gewesen wären, darüber zu reden. Und so vergaß die Igelin wie glücklich sie eigentlich war, wenn sie bei Ihrem Mann sein konnte. Und so wurde sie noch unzufriedener. Irgendwann wollte sie dann einfach nicht einmal mehr reden, weil sie in jedem Moment seiner Abwesenheit unzufrieden mit Ihm war. Die seltenen Momente des Glücks, die immer dann waren, wenn sie zusammen waren, wollte sie nicht zerstören indem sie über Ihre Unzufriedenheit sprach. So wuchs die Unzufriedenheit weiter und führte bald dazu, dass sie in den Momenten da Ihr Mann nicht da war, sich so sehr wünschte ihn nicht wieder zu sehn, dass sie sich immer seltener sahen. Der Igel merkte das wohl und wollte mit aller Macht seiner Frau helfen bei der Bewältigung der Probleme. Aber jedes mal, wenn er vor sie traut, mit dem Blick reden zu wollen, rollte Sie sich rasch zusammen und stellte die Stacheln auf. So blieb dem Mann nichts anderes möglich, als zu hoffen, das die Igelin sich der schönen Momente besann, die nun aber leider schon immer seltener geworden waren und immer seltener wurden. Da die Igelin sich bald von Unzufriedenheit aber auch von Sehnsucht nach Liebe zerrissen fühlte, sie aber einfach wegen der Unzufriedenheit nicht mehr zu Ihrem Mann zurückkehren wollte, suchte sie Rat bei Ihren Freunden.
Zunächst hielt sie sich an einen engen Vertrauten, sie nannte Ihn immer ihren Fuchs, weil er so blitzgescheit war. Sie mochte ihren Fuchs wirklich sehr gern, wodurch sein Wort großes Gewicht bei Ihr fand. Andersherum mochte auch Ihr Fuchs die Igelin sehr gerne. Und so wollte er natürlich alles tun um Ihr zu helfen. Also hörte sich der Fuchs die Geschichte seiner Freundin an. Da die Igelin soo unzufrieden war gewann natürlich die Unzufriedenheit in den Erzählungen die Oberhand und die Momente des Glückes schwanden in die Bedeutungslosigkeit. Und je öfter Frau Igel und ihr Fuchs darüber sprachen, desto seltener wurden die glücklichen Moment erwähnt, denn diese waren ja nicht das Problem. Und so gewann der Fuchs nach und nach das Bild, dass die Beziehung zwischen den Igeln durch und durch schlecht sei und der Igelin nur schade. Denn in jeder Erzählung kamen wieder aufs neue die Probleme und die negativen Gedanken auch gegen den Igel Mann. Und so riet der Fuchs, weil er die Igelin eben so mochte, sich doch von ihrem Mann zu trennen und bemerkte das er sich nicht normal verhalte.
Ihr Mann, sitzt in diesem Moment dies nicht ahnend zu hause und zerbricht sich wie seit geraumer Zeit den Kopf darüber, wie er seine Frau wieder glücklich mach könnte. Mit jeder Aktion die er aber versucht, fühlt sich seine Frau nur in die Ecke gedrängt. Sie hat eine so tiefe Abneigung gegen alles was mit Ihrem Mann zu tun hat entwickelt, dass jeder Versuch des Mannes einengend und manipulierend auf die Igelin wirkt. Eines Tages hat die Igel-Frau nun schließlich genug, sodass sie Ihren Mann nicht mehr sehen möchte. In der Hoffnung es würde helfen und weil dem Igel-Mann die Optionen fehlen, stimmt dieser ein in dieses Unterfangen. Der Igel-Mann hofft, diese Trennung würde ihm seine Frau wieder zurückbringen nach der Zeit die sie braucht. So vergeht eine Zeit nach der anderen und da dem Mann sehr viel an seiner Frau liegt und er Ihr zeigen will, dass er auf sie wartet, teilt er ihr das auf indirektem Weg mit. Leider ist die Igelin hierüber gar nicht erfreut und sie sieht all dies als Bruch der Trennung und kann sich so nie wirklich von ihrer Unzufriedenheit lösen. Auch das sie wieder mit ihrem Fuchs darüber spricht, bestärkt die Problematik. Aber die Igelin beschränkt sich bei der Meinungsfindung nun auch auf einen weiteren Freund. Wegen seiner anziehenden Persönlichkeit und seinem Auftreten, nennt sie ihn immer Wolf. Einst, als sich Igel-Frau und Igel-Mann trennten, da kannten sich Igelin und Wolf schon. Und sie waren Freunde. Keine wahnsinnig guten Freunde, aber Freunde mit denen man gut reden konnte. Und so redeten und redeten die Beiden über vieles. Sie unternahmen auch vieles zusammen, was sie früher gern mit ihrem Igel-Mann machen wollte aber durch die Unzufriedenheit nicht zugelassen hat. Kurzum war sie sehr glücklich mit der Freundschaft zu Ihrem Wolf. Da Wolf und Igelin natürlich auch über Ihren Igel-Mann sprachen und die Igelin noch immer so unzufrieden war und der Wolf der Igelin sehr zugetan, entwickelte sich auch in dieser Freundschaft einstbald die Stimmung, dass der Igelmann nicht gut für die Igelin ist und darauf bestrebt ist, sie zu fesseln und das man ihn los werden müsse. Denn Positiv muss man bemerken: Immerhin ist die Igelin jetzt doch sehr glücklich. Da der Igel-Mann aber weder den Fuchs noch den Wolf jemals persönlich kennengelernt hatte, diese beiden aber alles von Ihm und seiner Wahrnehmung zu wissen dachten, rieten der uneigennützige und wirklich nur beste wollende Fuchs sowie der noch uneigennütziger handelnde Wolf (also alle) dass der Igel nicht normal sei und auch dessen Verhaltensweisen nicht normal sind. Der männliche Igel jedoch, der viele glückliche Jahre gegeben hatte um seine Frau glücklich zu machen, lebte immernoch mit dem Problem der Unzufriedenheit seiner Frau, dass er nur lösen konnte, wenn er mit Ihr sprach. Was sie aber nicht mehr tat.
Und die Moral von der Geschichte ist dein Freund ein Fuchs so weiss er dir stehts zu helfen, denn seine Worte sehen mit deinen Augen. Ist dein Freund ein Wolf, so weiss er dir stehts zu helfen, denn sein Wort is der Tropfen in deinem Ohr der dich glücklich macht. Und zu guterletzt, ist dein Freund weder Fuchs noch Wolf sondern jemand der auch den Igel fragt und danach als weise Eule urteilt und Ratschläge gibt, so wird die Eule vielleicht nicht dir helfen sondern euch – Igel-Mann und Igel-Frau.