Monatsarchiv für März 2010

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Von der Spalte fällt ein Licht,
und ich hör dich leise singen.
Dein Duft, Dein Atem, Dein Gesicht,
ich spüre sie im Rythmus schwingen.

Ich schaue durch die Spalte,
und sehe Deinen Tanz.
Das Bild, das ich mir heute malte
verblasst in deinem Glanz.

Alles dreht sich mit dir im Kreise,
schwebt und tanzt im Wind.
Dein Gesang ertönt ganz leise,
deine Schönheit macht mich blind.

Ich fühle deine Sehnsucht, deine Schmerzen,
Du fühlst dich so allein.
Du Spürst da meine Seele nah beim Herzen,
willst bei mir! Nicht länger einsam sein.

15.01.2008

Geschrieben von alewo am 8. März 2010 | Abgelegt unter Gedichte,Lyrik | Keine Kommentare

Schwein gehabt

Einst wollte das Wildschwein mal Geburtstag feiern. Es war die Elster, die ihm einen Kaktus schenkte. Sie hatte dieses häßliche kolbige Gewächs im Garten unter Ihrem Baum kräftig satt. Das Wildschwein bedankte sich aber dennoch artig, auch wenn es auf den ersten Blick nichts mit dieser Knolle anfangen konnte. Mit den größten Versprechen preiste die Elster das Gewächs an und das Wildschwein glaubte ohne Zweifel jede Einzelheit der Prophzeihungen. Also pflegte das Wildschwein Tag und Nacht mit besonderer Hingabe diese Zarte Pflanze. Und Tatsächlich der Kaktus gedieh. Er wuchs und wuchs und je länger er für den Kaktus verantwortlich war. Umso mehr liebte er dies eigentlich sehr stachelige Pflanze. Er überschüttete die Pflanze mit so unglaublich viel Zuneigung das er hierüber vergaß sich wie Schweine im Schlamm zu suhlen, sich Speck für den Winter anzulegen und Frischlinge zu machen. Der Kaktus aber dankte es Ihm, und gedieh weiter prächtig. Eines Tages war es dann die Elster, die Erblicken musste, welch prächtiges Gewächs aus dem verstoßenen Kaktus unter Ihrem Baum geworden ist. So etwas schönes hatte Sie schon lange nicht mehr gesehen und wie jede Elster die etwas sieht, was sie haben muss, wollte die Elster den Kaktus am liebsten wieder unter seinem Baum haben. Es war ein sonniger Morgen an dem sich die große Blüte des Kaktus zum ersten mal zu öffnen ankündigte. Das mitlerweile magere Schwein konnte den Augenblick kaum erwarten und als der Moment ganz nah war, erschoss es ein Jäger.

September 2009

Geschrieben von alewo am 8. März 2010 | Abgelegt unter Fabeln,Lyrik | Keine Kommentare

Allein liegt er auf der 2*2m großen Wiese. Vor noch gar nicht allzulanger Zeit war sie noch da. Sie war noch öfter, noch gerne hier. Nun liegt er da auf der Brust. Seit Wochen den gleichen Pyjama an. Wenn man mit der Hand ganz langsam über die Bettdecke fährt, da wo sie immer lag. Es scheint als wär die Stelle noch warm. Seine Hand umarmt ihr Kissen, schon lange ist es kalt. Doch in seiner Nase riecht es immernoch nach ihr. Niemals wird er es waschen. Es ist ihr Kissen. Gegessen hat er Tage nicht, getrunken dafür viel zu viel. Was ist es was er ist, nicht mehr als eine Hüle seiner Existenz. Alles was diese Hülle einst füllte scheint abwesend und unwiederbringlich verloren. Eine Zigarette und zu viel Jim sind seine besten Freunde. Es riecht nach Erbrochenem, Verwarlosung und Schweiß. Abgestandene Luft, braun ist die Wiese. Beißender Äther. Schlafender Hund und qualmende Freunde…feuriger Phönix aus der Asche.

September 2009

Geschrieben von alewo am 8. März 2010 | Abgelegt unter Kurzgeschichten,Lyrik | Keine Kommentare

Dir zu folgen…

Die Wohnung ist leer. Anteilnahmslos blickt er in die Ferne und dabei sitzt er keine 2 Meter von der Wand entfernt. Sie zeigt ein farbenfrohes Muster. Schon seit den siebzigern. Auch wenn sie ein wenig abgegriffen strahlt. Eigentlich ist es nicht viel mehr als eine trübe Erinnerung in den verblassten Farben. Ebenso verblasst wie die längst vergangenen Tage. Getanzt haben Sie hier, in ihrer ersten Nacht. Der Kleister an der Tapete noch nicht trocken. Nun sitzt er hier. Wie im Zeitraffer schreiten die Jahre an ihm vorbei. Die Sitzecke, die Ottomane ein neuer Kronleuchter alles erscheint in Erinnerung wieder. Die selbstgebaute Küche und das erste Weihnachten unter dem dumpfen Leuchten der Kerzen. Das Lachen der Kleinen beim Schwimmen im Planschbecken auf dem Balkon. Die Beförderung und die Belohnung durch Sie in der darauffolgenden Nacht. 30 Jahre ist das her. Oder ein Wimpernschlag. Viel zu wenig hat er gelebt. Wie fern schien doch das Alter damals noch. Ach hätte er doch damals nur einen Moment innegehalten und den Augenblick gewahrt. Die Zeit wäre stehengeblieben. Warum ist sie das nicht. Nun sitzt er hier und alles was bleibt ist dieser eine Stuhl. Viel zu früh musste Sie gehen. Musste sie das wirklich. Gelitten hat Sie, verdient hat sie ihre Ruhe. So Gott will, so wird sie Ihren Weg beschreiten. Ihr zu folgen sie zu finden…nur dieser Stuhl ist ihm geblieben. Auf dem hat Sie gestanden. Langsam, ganz langsam heben sich die müden Knochen. Das Alter hat ihn gebrochen doch die Liebe ihr zu folgen nach so vielen Jahren verleiht im Stärke. Nun steht er da, auf ihrem Stuhl. Er lächelt. Sieht die Farben der Tapete…verblassende Farben…

September 2009

Geschrieben von alewo am 8. März 2010 | Abgelegt unter Kurzgeschichten,Lyrik | Keine Kommentare

Samtigweiche Sonnenstrahlen
streicheln zart dir dein Gesicht
einem Pinsel gleich dich anzumalen
bricht die Dunkelheit – das Licht.

Hörst du leis das tüpfeln, klopfen?
- am Zeltdach nesteln Regentropfen
ein warmer Ton – belebt – dies lautlos Tippen
du bist das Zelt, der Regen meine Lippen.

Schau nur wie schön die Aue liegt,
ein Schleier über ihr sich wiegt.
Ein Specht nach einem Würmchen hämmert,
der Tau, der Nebel – wie es dämmert.

Inmitten dieser grünen Harmonie
-ich streichel sacht dir übers Knie-
erfasst uns eine laue Luft
aus der Natur, der Liebe Duft.

So träum ich hier von der Idylle,
in der wir teilen uns die Stille.
Doch ist real es deutlich schwerer,
bin ich dein heimlicher Verehrer?

Ich liebe Dich!

21.05.2009

Geschrieben von alewo am 8. März 2010 | Abgelegt unter Gedichte,Lyrik | Keine Kommentare

Igel der Unzufriedenheit

Es war einmal ein Igel, der hatte Streit mit seiner Frau. Und dieser Streit schien einfach nicht mehr zu lösen. Die Frau war unzufrieden mit ihrem Leben und so irgendwann auch mit der Beziehung. Und was der Igel auch versuchte, er konnte nichts gegen die Unzufriedenheit tun. So schwelte der Streit über eine lange Zeit weiter, ohne dass einmal beide gleichzeitig dazu bereit gewesen wären, darüber zu reden. Und so vergaß die Igelin wie glücklich sie eigentlich war, wenn sie bei Ihrem Mann sein konnte. Und so wurde sie noch unzufriedener. Irgendwann wollte sie dann einfach nicht einmal mehr reden, weil sie in jedem Moment seiner Abwesenheit unzufrieden mit Ihm war. Die seltenen Momente des Glücks, die immer dann waren, wenn sie zusammen waren, wollte sie nicht zerstören indem sie über Ihre Unzufriedenheit sprach. So wuchs die Unzufriedenheit weiter und führte bald dazu, dass sie in den Momenten da Ihr Mann nicht da war, sich so sehr wünschte ihn nicht wieder zu sehn, dass sie sich immer seltener sahen. Der Igel merkte das wohl und wollte mit aller Macht seiner Frau helfen bei der Bewältigung der Probleme. Aber jedes mal, wenn er vor sie traut, mit dem Blick reden zu wollen, rollte Sie sich rasch zusammen und stellte die Stacheln auf. So blieb dem Mann nichts anderes möglich, als zu hoffen, das die Igelin sich der schönen Momente besann, die nun aber leider schon immer seltener geworden waren und immer seltener wurden. Da die Igelin sich bald von Unzufriedenheit aber auch von Sehnsucht nach Liebe zerrissen fühlte, sie aber einfach wegen der Unzufriedenheit nicht mehr zu Ihrem Mann zurückkehren wollte, suchte sie Rat bei Ihren Freunden.
Zunächst hielt sie sich an einen engen Vertrauten, sie nannte Ihn immer ihren Fuchs, weil er so blitzgescheit war. Sie mochte ihren Fuchs wirklich sehr gern, wodurch sein Wort großes Gewicht bei Ihr fand. Andersherum mochte auch Ihr Fuchs die Igelin sehr gerne. Und so wollte er natürlich alles tun um Ihr zu helfen. Also hörte sich der Fuchs die Geschichte seiner Freundin an. Da die Igelin soo unzufrieden war gewann natürlich die Unzufriedenheit in den Erzählungen die Oberhand und die Momente des Glückes schwanden in die Bedeutungslosigkeit. Und je öfter Frau Igel und ihr Fuchs darüber sprachen, desto seltener wurden die glücklichen Moment erwähnt, denn diese waren ja nicht das Problem. Und so gewann der Fuchs nach und nach das Bild, dass die Beziehung zwischen den Igeln durch und durch schlecht sei und der Igelin nur schade. Denn in jeder Erzählung kamen wieder aufs neue die Probleme und die negativen Gedanken auch gegen den Igel Mann. Und so riet der Fuchs, weil er die Igelin eben so mochte, sich doch von ihrem Mann zu trennen und bemerkte das er sich nicht normal verhalte.
Ihr Mann, sitzt in diesem Moment dies nicht ahnend zu hause und zerbricht sich wie seit geraumer Zeit den Kopf darüber, wie er seine Frau wieder glücklich mach könnte. Mit jeder Aktion die er aber versucht, fühlt sich seine Frau nur in die Ecke gedrängt. Sie hat eine so tiefe Abneigung gegen alles was mit Ihrem Mann zu tun hat entwickelt, dass jeder Versuch des Mannes einengend und manipulierend auf die Igelin wirkt. Eines Tages hat die Igel-Frau nun schließlich genug, sodass sie Ihren Mann nicht mehr sehen möchte. In der Hoffnung es würde helfen und weil dem Igel-Mann die Optionen fehlen, stimmt dieser ein in dieses Unterfangen. Der Igel-Mann hofft, diese Trennung würde ihm seine Frau wieder zurückbringen nach der Zeit die sie braucht. So vergeht eine Zeit nach der anderen und da dem Mann sehr viel an seiner Frau liegt und er Ihr zeigen will, dass er auf sie wartet, teilt er ihr das auf indirektem Weg mit. Leider ist die Igelin hierüber gar nicht erfreut und sie sieht all dies als Bruch der Trennung und kann sich so nie wirklich von ihrer Unzufriedenheit lösen. Auch das sie wieder mit ihrem Fuchs darüber spricht, bestärkt die Problematik. Aber die Igelin beschränkt sich bei der Meinungsfindung nun auch auf einen weiteren Freund. Wegen seiner anziehenden Persönlichkeit und seinem Auftreten, nennt sie ihn immer Wolf. Einst, als sich Igel-Frau und Igel-Mann trennten, da kannten sich Igelin und Wolf schon. Und sie waren Freunde. Keine wahnsinnig guten Freunde, aber Freunde mit denen man gut reden konnte. Und so redeten und redeten die Beiden über vieles. Sie unternahmen auch vieles zusammen, was sie früher gern mit ihrem Igel-Mann machen wollte aber durch die Unzufriedenheit nicht zugelassen hat. Kurzum war sie sehr glücklich mit der Freundschaft zu Ihrem Wolf. Da Wolf und Igelin natürlich auch über Ihren Igel-Mann sprachen und die Igelin noch immer so unzufrieden war und der Wolf der Igelin sehr zugetan, entwickelte sich auch in dieser Freundschaft einstbald die Stimmung, dass der Igelmann nicht gut für die Igelin ist und darauf bestrebt ist, sie zu fesseln und das man ihn los werden müsse. Denn Positiv muss man bemerken: Immerhin ist die Igelin jetzt doch sehr glücklich. Da der Igel-Mann aber weder den Fuchs noch den Wolf jemals persönlich kennengelernt hatte, diese beiden aber alles von Ihm und seiner Wahrnehmung zu wissen dachten, rieten der uneigennützige und wirklich nur beste wollende Fuchs sowie der noch uneigennütziger handelnde Wolf (also alle) dass der Igel nicht normal sei und auch dessen Verhaltensweisen nicht normal sind. Der männliche Igel jedoch, der viele glückliche Jahre gegeben hatte um seine Frau glücklich zu machen, lebte immernoch mit dem Problem der Unzufriedenheit seiner Frau, dass er nur lösen konnte, wenn er mit Ihr sprach. Was sie aber nicht mehr tat.

Und die Moral von der Geschichte ist dein Freund ein Fuchs so weiss er dir stehts zu helfen, denn seine Worte sehen mit deinen Augen. Ist dein Freund ein Wolf, so weiss er dir stehts zu helfen, denn sein Wort is der Tropfen in deinem Ohr der dich glücklich macht. Und zu guterletzt, ist dein Freund weder Fuchs noch Wolf sondern jemand der auch den Igel fragt und danach als weise Eule urteilt und Ratschläge gibt, so wird die Eule vielleicht nicht dir helfen sondern euch – Igel-Mann und Igel-Frau.

Geschrieben von alewo am 7. März 2010 | Abgelegt unter Fabeln,Lyrik | Keine Kommentare

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