Die Linde
Dein blondes Haar an meinem Hals,
lieg ich in ihrem Schatten.
Die Vögel vor uns halten Balz
und ich mit meiner Hand dein Nacken.
Von Glück durchströhmt – den Sonnenstrahlen gleich,
erwärm sich unsre Glieder.
Ich und Du – wir fühln uns reich,
blüht neben uns der Flieder.
Du streichelst mir ganz sanft den Bauch,
mich lechtzt nach deinen Lippen.
Am Rand der Wiese grünt ein Strauch.
Ich erspüre deine Rippen.
Ganz leise flüsterst du zu mir,
wie sehr du mich begehrest.
Vorm Blau des Himmels, leck ich dir
am Hals, als ob du Honig wärest.
Der Natur und Lust, wir dienen -
in unserer Weltblase.
An uns vorüber summen Bienen
und wir verschwinden in Ekstase.
Niemals vergess ich diesen Baum,
wo wir uns beide küssten.
Zusammenfanden wie im Traum
ihnen folgten, den Gelüsten.
17. März 2010
Ermordete Zukunft
Von Hass bist du, vergiftet meine Seele
Enttäuscht, verschenkt, geschundenes Getier.
Tief getroffen liegt mein Herz, dass ich mich quäle
in Einsamkeit – gebrochen nun in mir.
Kein Mensch – selbst Du – wöllt jemals wissen,
was Freundschaft und was Liebe sei,
säh er die Riefen, die Gefühle rissen,
ist diese große Lust erstmal vorbei.
Geblutet – hab ich ungezählte Stunden,
für Hoffnung, dass zum Schluss die Liebe siegt,
nun Sitz ich hier und lecke mir die Wunden,
seh wie mein Leben, zertreten hier am Boden liegt.
Ich war am Scherben sammeln – mit meiner bloßen Hand,
doch jede die ich anfasst – in meinem Fleisch verschwand.
Sodass alsbald die Scherben – in einem See so rot
ertränkt im Blut der Hoffnung – mein Leben schwand dem Tod.
17. März 2010
Licht und Schatten
Du bist die Sonne,
die den Geist erhellt…
Du bist die Sonne,
deren Strahlen jedes Herz erwärmen…
Du bist die Sonne,
so verstrahlt im Kern…
Du bist die Sonne.
Du bist ein Vampir,
so gierig die Seelen anderer Menschen saugend…
Du bist ein Vampir,
so scheust du das Licht…
Du bist ein Vampir,
so nachtaktiv…
Du bist ein Vampir!
01. März 2005
Bist einsam in der Dunkelheit?
Scheint jede Hilfe noch so weit?
Wirft die Nacht nur lange Schatten.
Droht jede Freude zu ermatten.
Schlägt das Schicksal gleich mal mehrfachzu
Lassen dir die Sorgen keine Ruh.
So nimm dir nur ein wenig Zeit,
und ruf mich an und Teil dein Leid.
Ich steh dir bei zu jeder Stunde,
lausch jedem Wort aus deinem Munde.
Und zeig dir wenn ichs kann – dann,
dass man auch noch lächeln kann…
Datum: lange her
Am Morgen auf ner Frühlingswiese,
durch Tau benetzt ist noch das Gras,
deine Stirn – ich küsse diese,
schau dir in die Augen – krass,
nur ganz leichter Wind – sonst Stille,
halt und drück ich deine Hand.
Ein Frosch der quackt in die Idylle,
durch Sonne rot getaucht – das Land.
5.September 2003
Heimat
Ein Lachen lag in seinen Ohren, hier wo er steht. Mit geschlossenen Augen saugt er jedes einzelne gesprochene Wort dieses Sommernachmittags ein. Das ausgelassene Tollen. Das Spielen im Sandkasten, die Kleinigkeiten, die unbeschwerten Gedanken in den Kinderköpfen. Die Faszination der kleinen Sandarchitekten wie sie ein Förmchen nach dem anderen füllen und bis zur Perfektion kleine Käfer, Quader oder ähnliches hervorbringen.
Die Geräusche, das majestetische Grollen der Panzer der sowjetischen Besatzer. Gleich hinter der Böschung, keine 30m von diesem Ort. Wie erhebend und beeindruckend diese stählernen Kolosse doch sind. Man kann deren Macht und Kraft förmlich spüren. Die Zeit sie zieht reißend alles mit sich. Der freiheitliche Zug des Volkes. Der wahre aufstand des Proletariats. Für die Kinder denen er lauscht, macht es keinen Unterschied. Sie kennen das System nicht. Kein System und sind doch in ihm gefangen. Er sieht die Schulen, Lehrer, Kinder. Alle gefangen und doch frei in ihrem System. Das System das er kennt. Ihr System. Es gleicht einem Springbrunnen. Seine Möglichkeiten ergießen sich als Fontainen. Je länger man sich als Tropfen im Zentrum des Wassers befindet, desto höher und farbiger kann der Regenbogen werden. Es sind die Bäume und die endlosen Wälder. Der Park, die Seen und Pyramiden die man wahrnimmt als Tropfen. Man sieht den Sommer vergehen wie jeder Sommer vergeht. In jedem Tropfen steckt die Begeisterung der Freiheit.
Er erinnert sich der Freiheit. Er erinnert sich des Sommers. Doch es gab schon lange keinen Sommer mehr. Gesucht hat er den Sommer in der ganzen Welt. Frei war er, der höchste Tropfen der Fontaine. Hatte den Überblick, die Aussicht auf alles, alles was von Bedeutung scheint. Gefunden hat er den Sommer nie. Und ehe der Tropfen bald in den Brunnen zurückfällt, kam er hierher zurück um sich des einen Sommers den er hier erlebte zu erinnern ehe er als Tropfen aus der Fontaine geboren wurde.
Das Lachen lag noch in seinen Ohren, als er die Augen öffnete. Die Sonne stand schwer am Himmel. Es war August und heiß. Nichts war mehr zu sehen, von den Kindern die hier einst spielten. Den Sommer den er hier verlebte, niedergebrannt durch die Zeit. Wüst lag die einstige Idylle. Er erinnert sich nicht mehr an die Gesichter die er sah, sondern nur wie frei und und unbeschwert er war. Alles was er als Tropfen je gesucht hatte, war immerschon genau da. Da wo er es jetzt sah.
In diesem Moment zupfte den Großvater etwas am Ärmel . Es war sein Enkel, nicht viel älter als die Kinder die er eben noch lachen und tollen hörte. „Großvater hier ist es nicht schön. Ich will nach Hause.“ Der Großvater lächelte den kleinen Tropf an, nahm ihn auf den Arm und dachte „Auch du wirst deinen Sommer suchen und dort finden wo nur Wüste ist.“ Schließlich sprach er: „Komm es ist Zeit heim zu gehen.“
08.März. 2009
Das Leben ist eine endlose Zahl schwarzer Räume ohne Licht
manch einer irrt umher auf der Suche nach dem Licht
andere resignieren und warten auf Erleuchtung
glücklich dem der eine Hand spürt, und weiß das er nicht alleine ist
er weiß dass er ein Paar Räume gemeinsam gehen kann.
Jeder Raum bedeutet neue Gefahren, jeder Raum eine neue Chance
glücklich dem der eine Hand spürt, und weiß das er nicht alleine ist
er weiß dass er ein Paar Räume gemeinsam gehen kann.
Mitleid dem, der die Hand verliert beim ersten Schritt
es gibt ja kein zurück.
Trauer dem der von der Hand die ihm Vertrauen gab in die Dunkelheit gestoßen wird
Einsam, Schwarz, kein Wort!
28-08-2008
Karotte und Kaninchen
Du die Karotte ich das Kaninchen,
das Laufrad ein kleiner Dynamo betreibt ne Birne
erleuchte ich im Laufrad unser beider Leben
bis das Kaninchen tot umfällt oder die Karotte gefressen wird.
Dann isses Dunkel,…
bis entweder ein neues Kaninchen gefunden wurde
oder ne frische Karotte aufgehangen wird,
aber auf jeden Fall wird das Licht dunkler scheinen, weil keine Karotte sonst so schmackhaft sein kann bzw. kein anderes Kaninchen mit solcher Inbrunst nach der Karotte jagen wird
15-12-2009
Mir fehlt wie du stralst, wie du lachst,
Deine Art, einfach wie du alles machst,
Mir fehlt deine Stimme, dein Geruch,
Dein genörgel
, jeder dumme Spruch,
Mir fehlt dein Ego, deine Wonne,
Deine Wechsel zwischen Nacht und Sonne,
Wie du mich umarmst von ganzem Herzen,
Wie du mich bestrafst, die schmerzen
Es tut so weh dich zu vermissen,
in meiner Nähe nicht zu wissen.
Ich will dich niemals nie mals NIEMALS mehr verlieren
Niemals ein Wolf sein, in der Kälte frieren
Ich will mich ganz fest an dich kuscheln, will dich wärmen,
Wie zwei Spatzen, im Treiben unter frostigen Laternen,
Ich vermisse wie du schaust,
Wenn du auf die Kacke haust,
Wenn du gehst, vermiss ich deine Emotion,
In dem Moment des Abschieds, vorher sogar schon,
Ich vermiss ganz einfach dich
dein Gemüht und dein Gesicht,
Deine Launen machen süchtig,
Man macht zwar niemals etwas richtig,
Doch macht dich das so indivduell,
So sexy, schwierig, so speziell.
Ich liebe wie du anders bist,
Das merkt man, wenn man dich vermisst.
Wie wenn man sich mal wo weh tut,
Erst merkt, ich habs so furchtbar gut.
Du machst mich süchtig, bist reines Opium,
Die beste Droge, mein liebstes Therapeutikum,
Du bist mein 1a Wirkstoffpräparat,
Und rettest jeden Tag mein Lebensapparat.
ich hab noch niemals so gefühlt,
So tief und innig, das es weh tut (ok das reimt sich nicht, aber manchmal kann man was man sagen will einfach nicht in Versform pressen)
Sicher war ich oft verliebt, doch das es eine Lücke gibt,
Zwischen verliebt sein und das man sich liebt,
Merk ich am Schmerz der da ist,
Wenn du das eben nicht bist.
Verliebtheit, dann fehlt dir die Person,
Aber in der Regel wars das schon,
Bei dir da fehlt mir noch viel mehr,
All dass was ich schon schrieb bisher,
Also nicht nur physisch, deine pure Existenz,
Sondern alles, Stimmung, Macken, deine Intelligenz,
Dein Witz, dein Hass, dein Eigenleben,
Dein Streben, deine Art zu Geben,
Deine Ängste, deine Liebe,
Einfach alles, ist so wichtig
Im Vergleich dazu,
Bin ich nur nichtig.
Ich will dich immer immer lieben…
Ich will es, hoff es klappt auch =) .
Und viel wichtiger dazu gehörn ja immer zwei,
Also hoff ich auch du bist mit dabei.
Weil wenn nur einer von uns beiden liebt,
Wird’s für beide wohl nicht einfach
Du fehlst mir so so so so so so arg.
2. Juni 2008