Ein Schlumpf spielt Rot

Es spielt ein blauer Wicht gern Skat,
und spricht zu seinem Kamerad,
was den der letzte Stich so wat,
der meint nur keinem sacht er dad.

Nun schimpft der eine blaue Schlumpf,
er hätt gespielt ganz schlau nen Trumpf.
Der Streit er steigt und eskaliert,
und schon ist man im Streit zu viert.

Man nimmt den Krug und schlägt vor Wut,
und trifft zum Glück nicht gleich so gut.
Doch schon das Messer kurz darauf,
trifft einen Schlumpf im vollen Lauf.

Sogleich rinnt Schlumpfenblut so rot,
vom Stich – entstanden durch die Tat,
aus dem blauen Körper bis zum Tod.
das Spiel – hieß eigentlich nur Skat. 🙁

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Eine Dreckspatz-Dame

Eine Dreckspatz-Dame

Ein Dreckspatz wollt mal sauber sein,
sie war ja voller Ideale.
So putzt sie sich die Federn rein,
auf das ihr Kleid doch strahle.

Nun schaut sie sich im Spiegel an,
„Wie schön mein Kleid doch leuchtet!“
schon fliegt sie in die Welt sodann,
die Federn noch befeuchtet.

Und hier und da, wohin sie fliegt,
an ihren heiß geliebten Orten,
der Dreckspatz immer Komplimente kriegt,
in tollen allerschönsten Worten.

„Wie hübsch und sauber du heut bist“,
„Ach deine Farben, dieser Glanz!“,
„Na endlich bist du nicht mehr trist!“,
„Oh was ist das? Ein schöner Schwanz!“

Doch plötzlich ist da diese Pfütze.
Wo ist denn jetzt der Vorsatz hin?
Denn ohne das der Spatz sich schütze,
hüpft er schon wieder mittendrin!

Das schöne Kleid, so schön geputzt,
vergessen nach Sekunden.
Nun ist sie wieder ganz verschmutzt,
vom Spaß den sie gefunden.

Kurzum so bleibt für mich der Satz:
„Ein schöner Vorsatz war es nur!“
Sie bleibt für immer doch ein Spatz!
so liegts anschein’d in der Natur.

=)
25.01.2011

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Die Linde

Dein blondes Haar an meinem Hals,
lieg ich in ihrem Schatten.
Die Vögel vor uns halten Balz
und ich mit meiner Hand dein Nacken.

Von Glück durchströhmt – den Sonnenstrahlen gleich,
erwärm sich unsre Glieder.
Ich und Du – wir fühln uns reich,
blüht neben uns der Flieder.

Du streichelst mir ganz sanft den Bauch,
mich lechtzt nach deinen Lippen.
Am Rand der Wiese grünt ein Strauch.
Ich erspüre deine Rippen.

Ganz leise flüsterst du zu mir,
wie sehr du mich begehrest.
Vorm Blau des Himmels, leck ich dir
am Hals, als ob du Honig wärest.

Der Natur und Lust, wir dienen –
in unserer Weltblase.
An uns vorüber summen Bienen
und wir verschwinden in Ekstase.

Niemals vergess ich diesen Baum,
wo wir uns beide küssten.
Zusammenfanden wie im Traum
ihnen folgten, den Gelüsten.

17. März 2010

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Ermordete Zukunft

Von Hass bist du, vergiftet meine Seele
Enttäuscht, verschenkt, geschundenes Getier.
Tief getroffen liegt mein Herz, dass ich mich quäle
in Einsamkeit – gebrochen nun in mir.

Kein Mensch – selbst Du – wöllt jemals wissen,
was Freundschaft und was Liebe sei,
säh er die Riefen, die Gefühle rissen,
ist diese große Lust erstmal vorbei.

Geblutet – hab ich ungezählte Stunden,
für Hoffnung, dass zum Schluss die Liebe siegt,
nun Sitz ich hier und lecke mir die Wunden,
seh wie mein Leben, zertreten hier am Boden liegt.

Ich war am Scherben sammeln – mit meiner bloßen Hand,
doch jede die ich anfasst – in meinem Fleisch verschwand.
Sodass alsbald die Scherben – in einem See so rot
ertränkt im Blut der Hoffnung – mein Leben schwand dem Tod.

17. März 2010

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